Zu Fuss oder eine Radtour mit der Fähre
Wer mit dem Rad in Zeeland unterwegs ist, kommt immer irgendwann am Wasser an. Und beim ersten Streifen Land am Horizont beginnt es zu kribbeln. Man möchte am liebsten ohne Umweg auf die andere Seite. Das geht. In den Sommermonaten durchqueren verschiedene Fähren die Provinz. Hier können Sie für eine einfache und vor allem reizvolle Überfahrt anheuern.
Früher besaß Zeeland mehr als 100 verschiedene Fähren. Für die Zeeländer galten die Fährdienste oft als einziges Bindeglied zwischen der eigenen Insel und dem Rest der Welt. Die meisten Fährbetriebe sind inzwischen eingestellt. Dank des Systems aus Dämmen, Brücken und Tunneln, die die Inseln öffnen, sind die Fähren überflüssig geworden.
Dennoch ist noch eine Handvoll Fähren in Betrieb, speziell um Radfahrer und Fußgänger zum gegenüberliegenden Ufer zu transportieren. Nicht, weil es unbedingt notwendig ist, sondern weil man als Passagier so ein wunderbares Urlaubsgefühl bekommt. Außerdem würde es Stunden dauern, das andere Ufer über das Festland zu erreichen. Lange, gerade und windige Abschnitte lässt man einfach links liegen.
Malerische Häfen
In der gesamten Provinz fahren ungefähr 13 Fähren. Sie überqueren die Oosterschelde, die Westerschelde, das Veerse Meer und das Volkerak. Einige Fähren in Zeeland stammen aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts, sie waren schon als Fährboot, Frachtschiff oder beides in Gebrauch. Schiffer hatten oft keine Probleme damit, neben Kartoffeln, Zuckerrüben und Getreide einige Passagiere zu befördern.
Früher waren entlang der gesamten Küstenlinie Häfen zu finden. Viele dieser Häfen sind nicht mehr in Gebrauch oder gar in Vergessenheit geraten. Ein schönes Beispiel ist der Hafen von Burg-Sluis. Dort sind einige kleine Jachten und Fischerboote vertäut. Sie bilden zusammen ein malerisches Bild. Das Warten auf die Fähre ist hier keine wirkliche Strafe.
Auf dem Wasser
Die Kombination aus Rad und Boot fahren sorgt für angenehme Abwechselung. An Bord kann man wunderbar entspannen und die Aussicht über das Wasser genießen. Die Turmspitze in der Ferne kommt stetig näher, während man wieder zu Atem kommt. Wieder an Land, wartet eine neue Entdeckungstour. Städte und Dörfer, die unerreichbar schienen, sind auf einmal problemlos per Rad erobert. Die Inseln von Zeeland haben jede für sich ihren eigenen Charme, entdecken Sie die Unterschiede und Übereinstimmungen!
Radroute
Zwischen den Abfahrtsorten der Fähren können Sie über das Radroutennetz selbst die schönsten Routen zusammenstellen. Sie können auch eine mehrtägige Tour entwickeln: Unterwegs schlafen Sie in einem schönen Hotel am Rande der Route, um am folgenden Tag mit neuem Elan weiterzufahren. Unverzichtbar bei der Planung einer Überfahrt ist der Almanach der zeeländischen Fähren („De Almanak van de Zeeuwse pontjes“). Dieses Buch im Taschenformat enthält viele nützliche Informationen, wie Fahrzeiten, Preise und Telefonnummern der Fähren. Bei Problemen können Sie immer den Fährmann anrufen.
Praktische Informationen:
Der Almanach und die Karten des Radroutennetzes (FIKS) sind bei den Fremdenverkehrsbüros in Zeeland oder über den Zeeland E-Shop erhältlich. Schauen Sie auch auf die Internetseite www.rondjepontje.nl. Eine FIKS-Karte kostet 5 €. Ein Set aus 5 Fahrradkarten für ganz Zeeland kostet 20,95 €. Dieses Set ist als attraktives Geschenkpaket verpackt.
Beobachten Sie, bevor Sie aufbrechen, kurz die Windstärke. Wenn Schaumkronen auf dem Wasser sind, ist es vernünftig, erst den Fährmann anzurufen. Einige Fähren werden bei heftigem Wind aus dem Verkehr genommen. Achten Sie auch auf die Windrichtung. Haben Sie noch einen Damm oder eine Brücke zu bewältigen? Sorgen Sie dafür, dass Sie auf diesem Teil der Strecke Rückenwind haben!
