Die Geschichte Zeelands

Die zeeländische Geschichte ist vom Wasser geprägt. Der Kampf gegen das Wasser hat den zeeländischen Volkscharakter geprägt: Zeeländer sind harte Arbeiter, die nicht klagen, sondern sich unermüdlich abrackern. Priele, Wehle und alte Deiche erinnern daran, dass das Land dem Wasser abgerungen wurde. Ferner gibt es Reste „ertrunkener“ Dörfer und hier und da kann man an den Häusern noch erkennen, wie hoch einst das Wasser gestanden hat. Aber die Zeeländer haben es auch verstanden, das Wasser zu ihren Gunsten zu nutzen. Insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert gelangte Zeeland durch den Seehandel zu großem Reichtum. In den zeeländischen Dörfern und Städten sehen Sie schöne Bauten, die an diese Zeit erinnern.

Kaaipoort Aardenburg

Spuren der Geschichte

Zeeland war schon in der Steinzeit bewohnt. Aardenburg ist die älteste Stadt. Dank der günstigen Lage, einem fruchtbarem Boden und guten Fischgewässern war Zeeland ein beliebter Landstrich. So wurde die Provinz seit jeher regelmäßig besetzt und von Raubzügen heimgesucht. In Colijnsplaat findet man die Rekonstruktion eines römischen Nehalennia-Tempels. In Zeeuws-Vlaanderen liegen Überreste der niederländisch-spanischen Gefechtslinien aus dem Achtzigjährigen Krieg (1568–1648). Die Provinz ist mit Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg übersäht und in Burgh-Haamstede befinden sich Reste einer Ringwallburg, die der Verteidigung gegen die Wikinger diente.