Kulturerbe

Zeeland ist mehr als ein Strandurlaubsziel. Es ist auch eine Provinz mit einer reichen Tradition, einem eigenen Dialekt und alten Bräuchen, auf die die Zeeländer stolz sind.

Klederdracht Zoutelande

Zeeländische Trachten

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sah man im traditionell eingestellten Zeeland noch viele Menschen in Trachten. Menschen in Tracht sind heute eine Seltenheit geworden. Dennoch kann man Trachten an vielen Orten bewundern: Verschiedene Museen zeigen, was auf den zeeländischen Inseln früher getragen wurde. Sie werden über die zum Teil überraschend bunten Kleidungsstücke und die prächtigen Materialien verblüfft sein. Fotografen geben Ihnen die Möglichkeit, den Zeeländer in sich selbst zu entdecken; mehrere Fotografen bieten Aufnahmen in Tracht an.

Der zeeländische Knopf

Dieser Zierknopf aus Metall in Form einer Halbkugel, die von vielen kleinen Halbkugeln eingerahmt wird, drohte mit dem Verschwinden der Trachten verlorenzugehen. Aber heute sieht man ihn überall wieder: als Schmuck (Ring oder Anhänger), aber auch als Praline, Backform oder Seife. 

 

Ringdorp Noordgouwe

Ringdörfer

Ringdörfer erkennt man an ihrer Form. Ein runder Platz mit einer Kirche in der Mitte und rund herum Häuser und kleine Bauernhöfe. In einigen zeeländischen Dörfern steht auf dem Kirchplatz noch ein Notstall, eine Vorrichtung, in der der Dorfschmied früher Pferde beschlug. Vor allem auf Schouwen-Duiveland findet man noch schöne echte Ringdörfer, die man auf einer Radtour durch den Polder sehr gut einen Tag lang erkunden kann. Dreischor und Noordgouwe sind beide sehr hübsche Orte. Biggekerke auf Walcheren ist ein Ringdorf mit einem authentischen Notstall. 

Vliedberg

Vliedberge

Man kann in Zeeland kaum eine Radtour oder Wanderung unternehmen, ohne an einem sogenannten Vliedberg vorbeizukommen. Früher dachte man, dass diese in der Landschaft verstreuten Hügel als Zufluchtsstätten bei Überschwemmungen genutzt wurden. Heute wissen wir jedoch, dass es sich um Verteidigungsanlagen handelt, auf denen Mottenburgen standen. Die Motten sind aus der zeeländischen Landschaft längst verschwunden, aber beim Museum Terra Maris ist ein zehn Meter hoher Nachbau zu sehen.