Fan von Zeeland

Unter diesem Motto durfte ich schon verschiedene Male zusammen mit meinem Mann Touristen aus dem In- und Ausland unterschiedliche Regionen unserer schönen Provinz zeigen. Wir machen das immer ruhig auf dem Fahrrad, weil wir ja so ein tolles Knotenpunkt-System haben, mithilfe dessen wir an die ungewöhnlichsten Orte kommen!

Middelburg

Auf dem Fahrrad kann man die Landschaft und die Orte, durch die man fährt, in vollen Zügen genießen. Außerdem gibt es überall sogenannte Fietscafés mit Terrassen, auf denen man eine Kleinigkeit essen und/oder trinken kann. Zeeland ist in dieser Hinsicht unglaublich gut ausgestattet.

So hatten wir einen ausgesprochen gelungenen Vormittag mit zwei jungen Männern aus Belgien. Um 9.00 Uhr sind wir in Middelburg losgefahren. Unser Ziel war das historische Städtchen Veere. Als wir durch den Stadtteil Veerse Poort radelten, waren die beiden jungen Familienväter erstaunt über die großzügige Anlage des Stadtteils und über die vielen Spielmöglichkeiten für Kinder. Außerdem: „In den Niederlanden ist alles so ordentlich“, sagten sie. Ein Kompliment, das wir dankend annahmen.

Hafen von Veere

Wir fuhren weiter Richtung Gapinge und durch den Veerse Bos, den Wald bei Veere. Die Ruhe am frühen Morgen tat richtig gut. Die Männer haben sie genossen und wir natürlich auch. In Veere angekommen, war es höchste Zeit für einen echten zeeländischen Kaffee – also mit einem Bolus vom Bäcker am Markt. Einen Bolus, eine Art Zimtschnecke, hatten sie noch nie probiert, und mit viel Butter schmeckte er ihnen natürlich besonders gut.

Anschließend sind wir ein bisschen durch die Gassen von Veere mit dem alten Rathaus und den Schottenhäusern geschlendert. Es war für die beiden Männer, auch weil es noch ziemlich ruhig war, eine helle Freude. Und dann der Blick aufs Veerse Meer, auf dem schon diverse Segelboote zu sehen waren und der Wind uns um die Nase wehte. Anschließend gab es noch etwas typisch Zeeländisches: das Ringreiten. So etwas gibt es in Belgien nicht! Die Rückfahrt nach Middelburg erfolgte auf einem anderen Weg. Wir haben unter anderem den Veerse Watergang überquert, an dem auch ein schöner Fußweg entlangführt, und sind durch die alte Bauerschaft Schellach mit dem modernen Käsehof gefahren. Beim Abschied waren wir uns einig, dass wir vier einen wunderbaren Vormittag zusammen verbracht hatten.