Goedereede

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Goedereede

Die historische Stadt Goedereede spielte im Mittelalter eine wichtige Rolle. Sie liegt in der Region Kop van Goeree und war ein wichtiger Handelsort, mit Stadtwällen gesichert. Der Name Goedereede bedeutet nicht umsonst „sicherer Hafen“. Ausgrabungen zeigen, dass die Stadt schon in der Römerzeit ein wichtiger Durchgangshafen war. Aus dem westlichen Teil des römischen Reichs wurden Produkte über Goedereede verschifft.

1312 verlieh der Adlige Gerard van Voorne Goedereede die Stadtrechte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Hafenstadt von Hochwasser, Stürmen und Bränden heimgesucht, aber jedes Mal neu aufgebaut. Aufgrund von Versandung musste der Hafen von Goedereede immer wieder verlegt werden. Dadurch zogen die Kaufleute schließlich weg und der Handel verebbte. Nach dem Eindämmen der Polder wechselte die Stadt zum Ackerbau. 1953 wurde der Hafen endgültig abgesperrt, sodass die Schifffahrt von und nach Goedereede nicht mehr möglich war.

Der einzige niederländische Papst, Hadrian VI., war zwischen 1492 und 1507 Pfarrer in Goedereede. Er wohnte eine Zeitlang hier und kehrte bis 1522, kurz vor seinem Tod, regelmäßig nach Goedereede zurück, um das Hochamt zu zelebrieren und die Beichte abzunehmen. Das Hotel-Restaurant De Gouden Leeuw befindet sich heute in seinem ehemaligen Wohnhaus. Noch immer gibt es hier ein Papstzimmer, das für besondere Anlässe gemietet werden kann.

Der Turm von Goedereede ist ein grauer viereckiger Kirchturm aus Backstein. Er ist der Kirchturm der Catharina-Kirche. Der Turm wurde zwischen 1467 und 1512 errichtet und ist fast 40 Meter hoch. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts diente er auch als Leuchtturm für die Schifffahrt. Seit 1967 steht dieser Turm unter Denkmalschutz.

Die Mühle Windvang ist ein runder Grundsegler aus Stein aus dem Jahr 1791. Die Mühle steht auf einem kleinen Hügel hinter der Stadt. Der Mahlboden kann über zwei Treppen an der Außenseite erreicht werden. Damit die Mühle Windvang ist die einzige Windmühle in den Niederlanden mit zwei Außentreppen. Sie wurde bis 1953 als Getreidemühle genutzt. Heute wird nur noch gelegentlich gemahlen, und dann ist die Mühle auch für Besucher geöffnet.

Ein Teil von Goedereede ist ein geschütztes Bauensemble. Der Film „The good hope“ aus dem Jahr 1986 wurde zu einem großen Teil in Goedereede gedreht.

Einmal im Jahr steht die Stadt ganz im Zeichen des Portweins. Bei den Goereese Porttagen gibt es zwei Tage lang Festlichkeiten mit viel Musik, Essen und natürlich Portwein. Der Ursprung der Goereese Porttage liegt im Jahr 1918, als ein Schiff mit einer großen Ladung Portwein vor der Küste unterging. Die Fischer auf der Insel Goeree-Overflakkee, denen es wegen des Ersten Weltkriegs nicht gut ging, fischten 434 Fässer Portwein aus dem Wasser. Zwei Tage dauert der Verkauf, und der Wein brachte dem Dorf ein kleines Vermögen ein. Ein Teil des Geldes wurde in die Fischereiflotte der Stadt investiert.
Alle Veranstaltungen in Goedereede finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

 

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