Burgh-Haamstede

Stormvloedkering an Westenschouwen

Burgh-Haamstede

Der Ort Burgh-Haamstede besteht eigentlich aus zwei Dörfern: Haamstede und Burgh. Der Badeort ist heute ein Touristenmagnet im Westen von Schouwen. Haamstede ist vermutlich im 12. Jahrhundert entstanden, der Name des Ortes bedeutet „Heimstatt“. Schloss Haamstede ist eine greifbare Erinnerung an einen der bekanntesten Einwohner des Ortes: Witte van Haamstede, ein unehelicher Sohn von Graf Floris V.

Der Name Burgh geht auf die karolingische Burg zurück, die man in der Landschaft noch erkennen kann. Die Anlage datiert vom Ende des 9. Jahrhunderts und diente der Verteidigung gegen die Wikinger.

Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts gewann der Tourismus in diesem Gebiet zunehmend an Bedeutung. Vor dem Zweiten Weltkrieg baute man in einem Dünental einen neuen Ortsteil, Nieuw-Haamstede. Hier standen hauptsächlich Ferienhäuser aus Holz, die später durch Steinhäuser ersetzt wurden.

Der Flugplatz in Haamstede bildete die Verbindung zum Festland. Im Zweiten Weltkrieg wurde er von den deutschen Besatzern genutzt. Ein Teil von Haamstede wurde damals geräumt und die Dünen wurden in den Atlantikwall integriert. Reste davon sind immer noch zu sehen. Den Flugplatz nutzt heute der örtliche Segelflugverein.

Das bekannteste Objekt in Haamstede ist der gut 50 Meter hohe Leuchtturm, der „Westerlichttoren“. Wer sich noch an den 250-Gulden-Schein erinnert, erkennt ihn sofort. Der Leuchtturm wurde 1837 errichtet und ist einer der höchsten der Niederlande. Die charakteristischen rot-weißen Streifen, die in einer Spirale nach oben verlaufen, stammen aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Die Bewaerschole, das historische Gebäude an der Weststraat in Burgh-Haamstede, wurde 1873 als Kindergarten („Bewahrschule“) gebaut. Bis 1956 gingen viele Kinder aus Burgh und Haamstede hier in die Vorschule. Danach diente das Gebäude als Gymnastikhalle, Poststelle, Proberaum der örtlichen Blaskapelle und Leichenhalle. Seit 1975 beherbergt es einen Ausstellungsraum, (hyperlink) in dem regelmäßig wechselnde Ausstellungen gezeigt werden.

Schloss Haamstede hat eine wechselvolle Geschichte. Der Wohnturm (Donjon) stammt aus dem 13. Jahrhundert. Nach einem Brand im Jahr 1525 war nur noch dieser Teil der Burg intakt; der Rest wurde wieder aufgebaut. Das heutige Aussehen geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1973 war eine groß angelegte Restaurierung abgeschlossen und 1981 wurde Slot Haamstede samt Schlosswald und großem Dünengebiet an die Naturdenkmalschutz-Organisation „Vereniging Natuurmonumenten“ verkauft.

Das angrenzende Dünengebiet „De Zeepeduinen“ ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Auf den drei bis fünf Kilometer langen Wanderrouten (hyperlink) kommt man an einer Herde Shetlandponys, Dünenseen und farbenfrohen Dünenpflanzen vorbei. Auf der hohen Düne befindet sich ein Befehlsstand aus dem Zweiten Weltkrieg: der Walfischbunker. In vielen Dutzenden kleinerer Bunker überwintern Hunderte von Fledermäusen. In den Sommermonaten werden geführte Bunker-Exkursionen angeboten. Diese und andere Ausflüge finden Sie im Aktivitätenkalender (hyperlink) der „Vereniging Natuurmonumenten“.

Die langen, sehr sauberen Nordseestrände von Westenschouwen sind in verschiedene Zonen aufgeteilt: Familienstrände, Naturstrände, (Wasser-)Sportstrände, FKK-Zonen und Abschnitte für Extremsportarten.

Am Strandübergang in Westenschouwen weht die Blaue Flagge, ein internationales Umweltzeichen für saubere, sichere Strände. Auch die Strandrettungsmannschaft hat hier einen Posten.

Etwas außerhalb von Burgh-Haamstede finden Sie den Plompe Toren (hyperlink). Der Turm ist ein Überrest des Dorfes Koudekerke, das bei einer der vielen Überschwemmungen, die Schouwen zwischen 1475 und 1650 heimsuchten, untergegangen ist.

Jedes Jahr wird im Dorf der folkloristische „Burghse Dag“ abgehalten: ein Tag, an dem das traditionelle Ringreiten, altes Handwerk und Trachten zu bewundern sind. Dieses und andere Events in Burgh-Haamstede finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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