Renesse

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Renesse ist das Touristendorf für Familienurlaube auf Schouwen-Duiveland. Der Küstenort verfügt über Strände, Cafés mit Terrassen, Geschäfte und Möglichkeiten zum Ausgehen. Darum ist dieses Dorf schon seit Jahren ein beliebtes Urlaubsziel.

Das Dorf wurde erstmals 1244 – als Riethnesse – erwähnt. Die Herren von Renesse waren einst eine einflussreiche Familie in Zeeland. Im 13. Jahrhundert wurde auch das Schloss Moermond gebaut, dessen berühmtester Bewohner Jan van Renesse war.
Die Einwohner von Renesse wurden früher gerne spöttelnd Ziegenböcke genannt. Fast jeder hielt eine oder mehrere Ziegen, „die Kühe des armen Mannes“. Früher war die gesamte Westküste von Schouwen eine arme Region.

Renesse ist ein Ringdorf, gebaut rund um die gotische Jacobuskirche. Der Turm der Kirche stammt aus dem Jahr 1458. Die Kirmes in Renesse wird jedes Jahr um die Kirche gefeiert, sie wird noch heute immer am 25. Juli abgehalten, dem Namenstag von Jacobus.

Das Schloss Moermond aus dem 13. Jahrhundert liegt mitten im Landgut Moermond, einem 45 Hektar großen Naturschutzgebiet. Das Landgut wurde etwa 1229 von Constatijn van Zierikzee gegründet. Die bekanntesten Bewohner waren Jan van Renesse und Witte de Haamstede. Nicht weniger als zweimal wurde es bei Feldschlachten zerstört und wieder aufgebaut. Das Schloss kann nicht besichtigt werden, es wird heute nur noch für Feiern und ähnliche Anlässe genutzt.

Ab dem 20. Jahrhundert entwickelte sich Renesse zu einem richtigen Badeort. Durch seine Lage in der Nähe der Dünen und des Strandes gewann das Dorf schnell an Beliebtheit. Die ersten Sommerhäuser wurden in der Nähe des Strandes gebaut. Berühmte Gäste wie Anton Pieck besuchten den Badeort. Unternehmer reagierten darauf, ein Erfrischungszelt wurde aufgestellt (der Vorgänger des Strandcafés). Hier konnte man unter anderem Badekleidung leihen. Zu Beginn der zwanziger Jahre wurde auch das erste Campinggelände am Hoogezoom eröffnet.

Als Schouwen-Duiveland nach der Flutkatastrophe von 1953 aufgrund des Deltaplans mit Dämmen ausgestattet wurde, nahm der Tourismus zu. Viele Obstplantagen und landwirtschaftliche Unternehmen wurden zu Campingplätzen umgestaltet, in der Nähe von Renesse entstanden Bungalowparks.

Der Sandstrand von Renesse ist etwa 17 km lang und grenzt an die Wälder von Westerschouwen. Die Strände von Renesse wurden mehrfach wegen ihrer Sauberkeit ausgezeichnet. Sie sind aufgeteilt in Familienstrände, Wassersportstrände und Naturstrände.

Am Rande von Renesse befindet sich das Transferium, wo gratis geparkt werden kann (900 Plätze). Ab hier können Sie vom 15. Mai bis 15. September kostenlos mit dem Bus zum Strand, Dorf oder Campingplatz fahren.

Das Dorf hat eine besondere Beziehung zu den Seehunden. Vor der Küste von Renesse sieht man sie regelmäßig auf den Sandbänken liegen. Die Anzahl der Seehunde in den zeeländischen Gewässern hat in der jüngsten Vergangenheit stark zugenommen, gleichzeitig auch die Anzahl der verletzten oder kranken Seehunde. Eine Seehundmutter sorgt nicht sehr lange für ihr Junges und flieht bei Gefahr, ohne ihren Nachwuchs zu schützen. Darum werden regelmäßig auch Heuler gefunden. Alle aufgegriffenen Seehunde werden nach Pieterburen oder zur Stiftung A Seal in Stellendam gebracht. Wenn sie sich erholt haben, werden sie am Strand bei Renesse wieder frei gelassen. Häufig in einem Spalier aus Zuschauern, die den besonderen Moment miterleben möchten, wenn die Seehunde ihre Freiheit wiederbekommen.

Die Fjoertoer in und um Renesse ist eine der alljährlichen Veranstaltungen. Diese Abendwanderung über den Strand und durch die Wälder, vorbei an verschiedenen Lichtobjekten, hat eine ganz besondere Atmosphäre.

Auch die jährlich wiederkehrende Veranstaltung Straô ist ein besonderes Erlebnis. Nur an der Westküste von Schouwen findet sie in verschiedenen Dörfern statt. Ein bunter Zug geschmückter Pferde zieht durch das Dorf zum Strand, wo die Pferde durch die Brandung geführt werden. Straô stammt noch aus früheren Zeiten. Damals ging man mit den Pferden in die Nordsee, um die Hufe nach einem langen Winter im Stall zu waschen. So wurden kleine Wunden gereinigt, und man glaubte, dass das Meerwasser auch die bösen Geister vertrieb.

Vor allem in der Sommersaison werden in Renesse zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Eine aktuelle Übersicht finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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