Zierikzee - Bild: Lisette van Peenen

Was Zierikzee so besonders macht

Zierikzee ist eine kleine Stadt mit einer langen Geschichte, die auch heute noch sichtbar ist. In und rund um das kompakte Stadtzentrum finden Sie gut 500 Baudenkmäler – dadurch sichert sich Zierikzee seinen Platz in den Top 10 der niederländischen Denkmalstädte. Auf den Plätzen, in den Gassen, an den alten Stadthäfen und den imposanten Fassaden entlang lässt es sich gut ein paar Stunden lang flanieren. In Kombination mit den Geschäften und gemütlichen Cafés macht dies alles Zierikzee zu einem großartigen Ort für einen Tagesausflug oder einen Wochenendtrip.

Turm des Sint-Lievens-Münsters

Dank des „Dikke Toren“ (Dicker Turm), wie der Turm des Sint-Lievens-Münsters auch genannt wird, ist Zierikzee schon aus der Ferne gut zu erkennen. Der Turm ragt mit seinen 62 Metern weit über der Stadt auf – ursprünglich war hier sogar ein kolossaler Turm mit 130 Metern Höhe geplant! Direkt neben dem Turm steht die gotische Kirche. Die Kirche wurde vom Turm getrennt errichtet, da man befürchtete, dass schon das Fundament des Turms zum Einsinken des Bodens unter der Kirche führen könnte. Sie können den Turm besteigen und von dort die wunderbare Aussicht über Zierikzee und die Oosterschelde genießen.

 

Hafen Zierikzee bei der Mühle

Stadthafen Zierikzee

Der Hafen hatte jahrhundertelang eine immense Bedeutung für Zierikzee. Die Stadt verdiente sowohl mit dem Handel als auch mit der Fischerei ihr Geld. Wenn Sie Zierikzee besuchen, kommen Sie um einen Besuch am Hafen nicht herum. Spazieren Sie eine Runde, setzen Sie sich auf die Terrasse eines der einladenden Cafés oder lernen Sie mehr über die Geschichte im Museumhaven Zeeland. Dort sind klassische Plattbodenschiffe aus Zeeland sowie andere historische Schiffe ausgestellt und Sie können eine Rundfahrt machen. Sie erfahren dabei nicht nur Wissenswertes über die Geschichte von Zierikzee, sondern über die gesamte Schifffahrtsgeschichte Zeelands.

Stadttor "Nobelpoort" in Zierikzee

Historische Tore

Drei der mittelalterlichen Hafentore von Zierikzee sind gut erhalten geblieben. Schreiten Sie durch die Tore „Nobelpoort“, „Noordhavenpoort“ und „Zuidhavenpoort“ – allesamt imposante Exemplare aus dem 14. Jahrhundert, gekrönt von Türmen. Damals dienten sie der Stadtverteidigung. Das Tor „Nobelpoort“ verfügt über zwei Türme, von denen einer den Überlieferungen zufolge mit einem kleinen Knick gebaut wurde. Der Grund dafür war die Tatsache, dass das Tor auf die Initiative zweier nobler Damen erbaut wurde, von denen eine ziemlich gebeugt ging. Die Tore „Noordhavenpoort“ und „Zuidhavenpoort“ schützen den Hafen, letzteres hat einen beeindruckenden Turm. Das nördliche Tor ist etwas weniger imposant, war aber früher vermutlich genauso groß. Zwischen den Toren liegt eine Brücke, von der aus Sie eine schöne Aussicht auf den Hafen haben.

Rathaus Zierikzee

Rathaus und „Stadhuis Museum“

Im 16. Jahrhundert wurde das damalige kleine Rathaus von Zierikzee durch ein größeres und viel imposanteres Gebäude ersetzt. Auch der Turm stammt noch aus dieser Zeit. Interessantes Detail: Oben auf dem Turm ist eine Neptun-Skulptur mit Dreizack zu sehen. Bis zum Jahr 1997 befand sich die Stadtverwaltung von Zierikzee immer noch im historischen Rathaus. Heute ist dort das „Stadhuis Museum“ angesiedelt, das die Geschichte der Stadt Zierikzee und ihrer Umgebung erzählt. Erfahren Sie mehr über den Reichtum der alten Hafenstadt anhand von Schiffsmodellen, alten Karten, archäologischen Fundstücken, Silberwaren, Gemälden und Kuriositäten.

Schweinswale am Hafen

Schweinswale am Hafen

In der Oosterschelde lebt eine beachtliche Kolonie von Schweinswalen, die hier Fisch jagen und ihre Jungen aufziehen. Vom Ufer aus sind sie nicht immer zu erkennen, aber beim Hafen am Ende des Piers können Sie ihnen lauschen. Hier befindet sich ein Audio-Spot („Luisterpaal“), an dem die Sie die „Gespräche“ der Wale unter Wasser trockenen Fußes anhören können.