Scherpenisse

Das Dorf Scherpenisse liegt auf der Insel Tholen, nur einen Steinwurf vom Nationalpark Oosterschelde und dem Naturschutzgebiet De Pluimpot entfernt. Die Polder von Scherpenisse zählen zu den ältesten der Insel.
Im 13. Jahrhundert tauchte der Name Scarpenisse als Name einer Insel auf. Die germanische Bezeichnung für ein spitz (nl.: scherp) hervorstechendes Land im Meer. Aber es ist auch möglich, dass Scherpenisse seinen Namen einer Person verdankt, die dieses Land einst besaß.

Die niederländisch-reformierte Kirche im Dorf stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert und wurde im gotischen Stil gebaut. Nur das Schiff und der Turm der Kirche sind noch erhalten geblieben. Früher war die Kirche viel größer, aber ein Teil des Gebäudes ging im 18. Jahrhundert verloren.

Im ehemaligen Rathaus am Hoge Markt befindet sich eine Zunftstube, in der sich heute noch jedes Jahr die Mitglieder der Schützengilde (Kloveniers) versammeln. Die Schützen dieser Gilde schützten früher die ansässigen Befehlshaber in Scherpenisse. Das einstige Rathaus von Scherpenisse wurde im 16. Jahrhundert von Maria von Nassau gebaut, der ältesten Tochter von Wilhelm dem Schweiger. An dem Gebäude am Hoge Markt machte einst die Postkutsche Rast, mit der die Post von Walcheren nach Holland befördert wurde. Heute befindet sich hier ein Restaurant.

Ein Blickfang im Dorf ist der rund 52 Meter hohe Wasserturm. Der Turm wurde 1922 gebaut und fasst 350 Kubikmeter. Wassertürme dienten früher dazu, den Druck im Wasserleitungsnetz konstant zu halten.

Am Westkerkseweg steht die Mühle De Korenbloem aus dem Jahr 1872. Die Mühle geriet beim Bau aus dem Lot. Die Getreidemühle hat bis zu ihrer Restaurierung im Jahr 2009 schief gestanden. Für die Mühle sind keine Besuchszeiten bekannt.

Einmal in der Woche findet in Scherpenisse ein kleiner Markt statt. In unserem Veranstaltungskalender erfahren Sie, was Sie sonst noch in Scherpenisse sehen und erleben können.