Stavenisse

 

Das Dorf Stavenisse liegt am äußersten Zipfel der Insel Tholen. Von der Oosterschelde fährt man direkt in den Hafen des Dorfs. Es ist ein kleines, gemütliches Dorf für Ruhesuchende und Wassersportler.

Der Name Stavenisse wurde erstmals zu Beginn des 13. Jahrhunderts in einer Urkunde erwähnt, damals im Zusammenhang mit einer Insel. Das Dorf Stavenisse entstand später, im 17. Jahrhundert. Es ist ein typisches Hauptstraßendorf, bei dem die Hauptstraße des Dorfes direkt vom Hafen zur Kirche hin verläuft.

Am Hafen von Stavenisse steht das ehemalige Rathaus; während der Hochwasserkatastrophe vom 1. Februar 1953 haben Hunderte Menschen hier einen sicheren Zufluchtsort gefunden. Heute befindet sich das Watersnoodhuis Stavenisse in dem Gebäude, ein Informationszentrum zur Flutkatastrophe.

Das Dorf wurde bei dem Hochwasser schwer getroffen, 153 Menschen kamen ums Leben. Vor dem Dorf, in Richtung des Sint Maartensdijk, steht ein Denkmal, das an die Katastrophe erinnert.

In die Nähe des Jachthafens steht die Mühle von Stavenisse, eine Getreidemühle aus dem Jahr 1801. Die Mühle hat keinen Namen, weil sie die einzige Mühle des Dorfs ist. Die meisten Dörfer hatten mehrere Mühlen, daher bekamen sie einen Namen. Die Mühle von Stavenisse kann von April bis Oktober samstagnachmittags und nach Absprache besichtigt werden.

Hinter Bos 17 liegt die Ruine eines Schlosses. Es wurde hier in der Mitte des 17. Jahrhunderts im Auftrag von Hieronymus van Tuyll van Serooskerke gebaut. Nach dem Verkauf im Jahre 1753 wurde das Haus abgerissen. Auf dem Schlossgelände wurde ein Blumen- und Gemüsegarten angelegt.

Der Jachthafen in Scherpenisse ist ein Gezeitenhafen mit rund 200 Liegeplätzen. Der Sportfischer- & Wassersportverein Stavenisse verwaltet den Hafen und organisiert regelmäßig Aktivitäten im und um den Hafen. Weitere Veranstaltungen in und um Stavenisse finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.