Axel

Axel

Axel ist eine der wenigen Städte in den Niederlanden, die eine deutlich erkennbare Tracht besaßen. So erkannte man früher einen Êêrpelkapper, einen „Kartoffelhacker“, wie die Einwohner von Axel genannt werden, leicht an seiner Kleidung.

Schon um 1000 nach Christus wird die Stadt im Westen von Zeeuws-Vlaanderen in den Büchern erwähnt. Der Ortsname bedeutet möglicherweise „Burg am Wasser“. Axel erhielt 1183 die Stadtrechte von Philipp von Elsass, Graf von Flandern.

Die Stadt lag im Achtzigjährigen Krieg (1568-1648) im Kampfgebiet zwischen Spanien und der Republik (an den „Staats-Spaanse Linies“). Im Zweiten Weltkrieg wurde Axel von der 1. Polnischen Panzerdivision unter Oberstleutnant Szydlowski befreit. Daran erinnern heute noch mehrere Straßennamen.

Der 60 Meter hohe Wasserturm in der Stadt stammt von 1936. Heute werden im Erdgeschoss wechselnde Ausstellungen gezeigt. Rund um den Turm wurde ein Naturgarten mit ortstypischen Gewächsen angelegt.

Die Statue „De Erpelkapper“ verweist auf den Beinamen der Axeler, wörtlich „Kartoffelhacker“. Sie werden so genannt, weil sie früher nach der Kartoffelernte mit einer Hacke („kapper“) aufs Feld gingen, um übriggebliebene Kartoffeln („erpels“) zu stoppeln.

Vergessen Sie auf keinen Fall, ein Fernglas mitzunehmen, wenn Sie nach Axel kommen. Vom Wasserturm hat man eine großartige Aussicht. Bei klarem Wetter sieht man die Schiffe auf der Westerschelde fahren. Axel selbst ist besonders samstags interessant, wenn der Wochenmarkt stattfindet. Aber auch Golfer, Segelflieger, Radfahrer, Wanderer und Skater kommen hier – in der Natur von Smitsschorre – auf ihre Kosten.

Das auffälligste Kunstprojekt in der Stadt stammt von Han Deij. Seine Skulpturen und anderen Kunstwerke sind in der ganzen Stadt verteilt. Vor den Toren der Stadt liegt das 160 ha große Naturgebiet Smitsschorre. Ein Teil davon wurde zu einem Kunstwald erklärt, in dem Landschaftskunst von zwölf verschiedenen Künstlern zu bewundern ist.

Das museum Het Warenhuis zeigt – neben Wechselausstellungen – eine Trachten- und Schmucksammlung sowie archäologische Funde. Im Foto- und Radiomuseum der Gebrüder Witte sind Fotoapparate aus der Zeit von 1860 bis 1950 und Radiogeräte aus den Anfangsjahren des Rundfunks zu sehen.

Eines der auffälligsten Baudenkmäler ist die 1749/1750 errichtete Getreidemühle. Die Axeler Stadtmühle war seinerzeit die zweite aus Stein gebaute Mühle in Zeeuws-Vlaanderen. Die Mühlenflügel wurden 1911 entfernt. Seither wird in diesem Gebäude maschinell gemahlen. An Samstagen ist die Mühle in Betrieb und für Besucher geöffnet; sie dient außerdem als amtlicher Trausaal.

Axel und Umgebung auf eigene Faust zu erkunden, macht Spaß, aber mit einem Stadtführer ist es noch anregender und interessanter. Das Stadtführerteam Zeeuwsch-Vlaanderen macht Spaziergänge und Gruppenausflüge zu einem amüsanten, spannenden Erlebnis.

In Axel pulsiert das Leben auf zahlreichen Veranstaltungen, im Sommer nahezu täglich. Eine aktuelle Übersicht über die Events in Axel finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. 

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