Eede

Das Dorf Eede liegt auf der Grenze zwischen Zeeuws-Vlaanderen und Belgien. Das Dorf erhielt im Jahr 1945 überregionale Bekanntheit, als Königin Wilhelmina nach fünf Jahren im Exil zum ersten Mal wieder niederländischen Boden betrat.
Das Grenzdorf Eede entstand im 17. Jahrhundert am Fluss Ee. Dieser Fluss verläuft über Aardenburg nach ´t Zwin. 1813 wurde dieser Fluss definitiv abgesperrt.

Die Flachszucht war in dieser Region eine wichtige Einnahmequelle. Aus Flachs wurde Leinen gemacht, das unter anderem für Kleidung und Tuch verwendet werden konnte. Noch heute wird in manchen Gegenden Zeelands Flachs gezüchtet. Wenn die Flachsfelder blühen, färben sie sich bunt. Jedes Jahr findet in Eede der Flachstag statt. Dann wird vorgeführt, wie der Flachs früher bearbeitet wurde. Daneben sind noch zahlreiche andere alte Handwerke zu sehen wie Aalräucherei, Korbflechten und die Senfherstellung.

Wegen der großen Preisunterschiede zwischen Belgien und den Niederlanden war außerdem der Schmuggel in der Grenzregion ein beliebtes Zubrot. Waren wie Butter, Salz und Zucker konnten einfach transportiert werden. Die Schmuggelroute führt Sie zu den Stellen zu beiden Seiten der Grenze, an denen früher geschmuggelt wurde. Die Route können Sie mit dem Fahrrad, aber auch mit Auto oder Motorrad zurücklegen. Für Rad- und Wanderrouten in der Umgebung von Eede sind Sie in unserem Webshop oder einem unserer VVV-Inspirationspunkte herzlich willkommen.