Philippine

Philippine

Wer Miesmuscheln mag, kennt Philippine. Insgesamt werden hier jährlich etwa eine halbe Million Muscheln serviert. Früher, als der Ort noch mit dem Meeresarm Braakman verbunden war, lagen zahlreiche Muschelkutter im Hafen von Philippine. Das Wasser des Braakmann eignete sich besonders gut zur Miesmuschelzucht. Die Versandung und Abtrennung dieses Meeresarms durch den Bau eines Damms im Jahr 1952 bedeutete gleichzeitig auch das Ende der Hafenaktivitäten in Philippine.

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde Philippine von Jeronimus Laureijn eingepoldert, der hier eine Hafenstadt errichten wollte, die mit Antwerpen hätte konkurrieren können. Aufgrund seines frühen Todes und aufgrund des Achtzigjährigen Krieges ist es jedoch nicht so weit gekommen. Während dieses Krieges wurde die Festung stetig weiter ausgebaut. Eine Burg, mehrere Bastionen und ein Wasser- bzw. ein Hafenzugang zum Braakman wurden angelegt. Von den Festungsanlagen ist heute jedoch nichts mehr übrig.

Im 19. Jahrhundert erlebten die Fischerei und die Miesmuschelzucht einen Aufschwung, der schließlich durch den Bau des bereits erwähnten Dammes ein jähes Ende fand. Derselbe Damm sorgte bei der Sturmflutkatastrophe von 1953 jedoch ebenfalls dafür, dass das Hinterland von Zeeuws-Vlaanderen weitestgehend trocken blieb.

Heute gibt es noch acht Restaurants im Dorf, die den Ruf von Philippine als Muscheldorf in Ehren halten. Fünf der Inhaber sind miteinander verwandt. Ihr Großvater, der Muschelfischer Arie Wiskerke, eröffnete bereits 1907 ein Muschelrestaurant in Philippine.

In Philippine können Sie neben dem Genuss der Muscheln auch eine ganze Menge sehen und erleben. Besuchen Sie die Galerie Sia oder unternehmen Sie eine kulinarische Kunstwanderung.

Im August finden die jährlichen Muschelfeste im Dorf statt. Diese und andere Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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