Retranchement

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Retranchement

Das Dorf Retranchement liegt an der Westspitze von Zeeuws-Vlaanderen. Es ist das südwestlichste Küstendorf in den Niederlanden.

Das heutige Retranchement stellt nur ein Überbleibsel eines viel größeren Ortes mit Verteidigungsanlagen dar. Prinz Moritz ließ 1604 zwei Forts bauen, die später vollständig von Wällen umgeben wurden. Fort Nassau und seine Wälle sind heute noch zu sehen. Sie können sogar einen Spaziergang über diese Wälle unternehmen.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die schlichte Saalkirche aus dem Jahr 1630. Hier versammelten sich sonntags oft die Soldaten, die in den Festungen stationiert waren. Der Beichtstuhl im Saal stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

Die Mühle in Retranchement ist eine Getreide- und Schälmühle. Die Bockwindmühle steht noch heute in der Molenstraat und stammt aus dem Jahr 1818. Zuvor befand sich an derselben Stelle bereits eine andere Mühle, die bereits 1643 gebaut wurde, aber zu starkem Wind zum Opfer fiel; sie wurde umgeweht. Der erste Besitzer der Mühle, Bartolemeus de Vos, musste für die Nutzung des Windes jährlich drei Gulden Erbpacht zahlen. Die Mühle kann in den Sommermonaten mittwochs und samstags und darüber hinaus nach Absprache besichtigt werden.

Retranchement befindet sich an der Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien. Der sogenannte Drilling von Retranchment besteht aus drei Grenzpfählen mit der Nummer 364. Der Pfahl in der Mitte kennzeichnet die Grenze. Das Dorf liegt am Ufer des Zwin. Als die Pfähle platziert wurden, floss an dieser Stelle noch Wasser, sodass eine exakte Definition der Grenze schwierig war. Aus diesem Grund wurden gleich drei Pfähle aufgestellt.

Im Dorf finden regelmäßig Veranstaltungen wie das Lazy Sunday Festival statt. Das eintrittsfreie Festival am Markt bedeutet einen ganzen Nachmittag voller Musik für die Besucher. Mehr Informationen zu dieser und anderen Veranstaltungen in Retranchement finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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