Zak van Zuid-Beveland

In der Region „Zak van Zuid-Beveland“ wird sorgfältig über eine der ältesten Polderlandschaften der Niederlande gewacht. Der Jahrhunderte währende Kampf gegen das Wasser hat hier zu einem dichten System aus gewundenen Deichen geführt, die einen hübsch gemusterten Flickenteppich bilden.

Der liebliche Charakter dieser Region ist das Ergebnis einer grimmigen Vergangenheit. Die Geschichte erzählt von Eindeichungen und Überschwemmungen. Bereits im 12. Jahrhundert sahen sich die Bewohner gezwungen, Deiche gegen das vorrückende Wasser zu errichten. Der mittelalterliche Landschaftstyp ist noch immer erkennbar an der Form der verschiedenartigen sumpfigen Niederungen, schmalen Deiche und hügeligen Kreekruggen. Das kleine Dorf Nisse liegt in einem dieser alten Kerngebiete. Die historischen Parzellen rund um das Dorf werden traditionell von Weißdornhecken gesäumt, die im Frühling für eine überwältigende Blütenpracht sorgen.

Zwaakse Weel
Das Wasser des Zwaakse Weel beweist, dass hier einmal das Meer wütete. Der alte Priel ist der Überrest eines mächtigen, viel befahrenen Meeresarms. Wo einst Segelschiffe fuhren, finden Sie heutzutage breite Schilfgürtel, Kopfweiden und Feuchtwiesen, umgeben von niedrigen Deichen. Im Frühling werden die charakteristischen Deiche des Zak von einer farbenfrohen Sammlung wilder Pflanzen geschmückt. Dieser Reichtum ist unter anderem der zeeländischen Schafherde zu verdanken, die für eine natürliche Instandhaltung des Deiches sorgt. Die Chancen, dass Sie bei einer Tour über die gewundenen Deiche Schafen begegnen, stehen gut.

Mit dem Zug durch den Zak
Ein alter Dampfzug durchquert die Landschaft des Zak. Unterwegs passieren Sie Obstgärten, historische Bauernhöfe und malerische Dörfer. Endhaltestelle ist Hoedekenskerke, wo der Seedeich einen abrupten Übergang vom Süß- zum Salzwasser markiert.

Fort Ellewoutsdijk
Die Westerschelde ist bereits seit Jahrhunderten eine viel befahrene Handelsroute. Ein imposantes Seefort bei Ellewoutsdijk unterstreicht die historische Bedeutung der Flussmündung. Vom Aussichtspunkt hoch oben auf dem Fort sieht man auf der einen Seite die Westerschelde, auf der anderen Seite das Naturschutzgebiet des Koogs 1887 – ein beliebter Rastplatz für Tausende Wasservögel.