Das muss man in Zeeland gesehen haben

In einem Land im Meer sind viele Sehenswürdigkeiten mit dem Wasser verbunden, aber auch landeinwärts gibt es Orte, die Sie bei einem Besuch in Zeeland nicht verpassen sollten. Wir stellen Ihnen die Sehenswürdigkeiten vor, die sich besonders lohnen.

Oosterschelde-Sturmflutwehr

Von allen Deltawerken ist das Oosterschelde-Sturmflutwehr das bekannteste. Das Sperrwerk ist 9 Kilometer lang und hat 65 Pfeiler sowie 62 Schütze. Bei einem Wasserstand von 3 Metern über dem Amsterdamer Pegel werden die Schütze geschlossen, sodass das Hinterland vor dem Meer geschützt ist. Das Oosterschelde-Sturmflutwehr wird gelegentlich als achtes Weltwunder bezeichnet. Besucher aus dem In- und Ausland kommen, um das Sperrwerk zu besichtigen. Sie können an einer Führung teilnehmen und sich einen der Pfeiler von innen anschauen.

Zeelandbrücke

Von der Oosterschelde können Sie in der Ferne ein anderes Beispiel herausragender Architektur entdecken: die Zeelandbrücke. Die fünf Kilometer lange Brücke gehört zu den längsten Brücken der Niederlande. Durch ihren Bau entstand eine feste Verbindung zwischen den Inseln Schouwen-Duiveland und Noord-Beveland. Bis 1965 verband die Inseln nur eine Fähre, die zwischen Zierikzee und Kats pendelte.

Dicker Turm

Wenn man über die Zeelandbrücke Richtung Zierikzee fährt, sieht man ihn schon von Weitem über der Stadt aufragen: den Sint Lievensmonstertoren, auch Dicker Turm genannt. Der Turm gehörte zu einer gotischen Kirche, die 1832 abgebrannt ist. Ursprünglich gab es Pläne, den Turm 130 Meter hoch zu bauen, aufgrund von Geldmangel kam man aber nicht weiter als bis auf 62 Meter. Sie können den Turm besteigen. 281 Treppenstufen bringen Sie nach oben, wo Sie eine herrliche Aussicht auf Zierikzee und die Umgebung haben.

Langer Jan

Ein anderer Riese, der über seiner Stadt aufragt, ist der Lange Jan in Middelburg. Der Turm ist rund 90 Meter hoch und gehört zum Abteikomplex von Middelburg. Sie können den Turm besichtigen. Dafür müssen Sie 207 Stufen bewältigen, aber zur Belohnung haben Sie einen wunderbaren Blick auf ganz Walcheren.

Belfried Sluis

Im Westen Zeeuws-Vlaanderens, in Sluis, steht der einzige Belfried der Niederlande. Ein Belfried ist ein mittelalterlicher Wachturm mit Glocken. Die hörte man bei drohenden Gefahren in der weiten Umgebung. Heutzutage befindet sich im Belfried unter anderem ein Museum. Auf verschiedenen Etagen können Sie sich über die Geschichte der Festungsstadt Sluis informieren. Den Turm kann man über eine Wendeltreppe besteigen.

Stadtwälle Hulst

Eine andere Festungsstadt in Zeeuws-Vlaanderen ist Hulst. Dort finden sich noch die originalen Stadtwälle rund um die Innenstadt. Sie können einen etwa 3,5 Kilometer langen Spaziergang über die Wälle unternehmen. Nehmen Sie an einer Führung teil und besichtigen Sie die alten Stadttore. Besuchen Sie auch unbedingt die St.-Willibrordus-Basilika. Sie sehen den imposanten Turm schon von Weitem über der Stadt aufragen.

Grote Kerk Veere

Eine weitere Kirche, deren Besichtigung sich lohnt, ist die Grote Kerk in Veere. Das riesige Gotteshaus erinnert an die Glanzzeiten von Veere als Handelsstadt. Heutzutage ist Veere eine Touristenstadt mit Jachthafen. Die Kirche hatte im Laufe der Jahrhunderte diverse Funktionen, unter anderem als Militärhospital und Armenhaus. Heutzutage dient die Grote Kerk als Kulturzentrum.

Leuchttürme Westkapelle und Burgh-Haamstede

Eine Küstenregion kommt nicht ohne Leuchttürme als Baken für die Schifffahrt aus. Der berühmteste ist der Leuchtturm Westerlicht in Haamstede. Er verdankt seine Bekanntheit der Tatsache, dass er früher auf dem 250-Gulden-Schein abgebildet war. Westerlicht war Inspirationsquelle für dessen Entwurf.

Die ersten hundert Jahre hatte der Leuchtturm seine charakteristischen Streifen noch nicht, sie wurden erst später für die Luftfahrt aufgemalt. Man kann Westerlicht nur von außen anschauen, er ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Oranjekamer Sint-Maartensdijk

Das Haus Oranien ist schon seit Jahrhunderten mit Sint-Maartensdijk verbunden. So ist König Willem Alexander auch „Herr von Sint Maartensdijk“. Das Museum „Oranjekamer“ erzählt von diesen Beziehungen. Es zeigt den Bau und Verfall des Schlosses, das hier einst stand. Heutzutage ist nur noch der Schlossgraben am Rand des Dorfes zu sehen.

Fort Rammekens

Bei einer Küstenlänge von etwa 650 Kilometern benötigt man eine gute Verteidigung. Fort Rammekens bei Ritthem ist das älteste Seefort Westeuropas. Es liegt an der Westerschelde und wurde 1547 erbaut. Viele Eroberer und Verteidiger Zeelands haben dort im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Das Fort ist zu besichtigen, zudem hat man von dort einen herrlichen Blick auf die Westerschelde und sieht Zeeuws-Vlaanderen am anderen Ufer liegen.

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