Oosterscheldekering

Die zeeländischen Deltawerke

Wenn Sie Zeeland besuchen, kommen Sie sicher an einem oder mehreren vorbei: den Küstenschutzanlagen der Deltawerke. In der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1953 wurde der Südwesten der Niederlande von einer Sturmflut heimgesucht. Große Teile Zeelands wurden überflutet. Auch in Südholland und Westbrabant trieb das Wasser die Menschen auf ihre Dachböden, Dächer oder Scheunen. Insgesamt kostete die Katastrophe 1836 Menschen das Leben.

Die Deltawerke sollen dafür sorgen, dass die Niederlande nie wieder so schwer getroffen werden. Mit Deichen, Dämmen und Schleusen wurden Meeresarme abgetrennt. Meereswehre wurden auf Deltahöhe erhöht, also fünf Meter über dem Amsterdamer Pegel.

Küstenschutzanlagen

Die zeeländische Küste wird seither von einer Reihe von Küstenschutzanlagen beschützt: dem Haringvliet-Damm, dem Grevelingen-Damm, dem Brouwers-Damm, dem Veerse-Gat-Damm, dem Zandkreek-Damm, dem Philips-Damm, dem Oester-Damm und dem Oosterschelde-Sperrwerk. Die Dämme verbinden die Inseln untereinander. Dadurch ist Zeeland viel leichter erreichbar als früher.

Oosterschelde-Sturmflutwehr

Das Oosterschelde-Sturmflutwehr oder -Sperrwerk ist mit Abstand das bekannteste aller Deltawerke. Es wurde als letztes der Deltawerke vollendet. Das Wehr bewirkt keine völlige Abtrennung der Oosterschelde, so wie es zunächst geplant war. Nach Protesten erkannte man, dass durch die vollständige Abtrennung ein einzigartiges Stück Natur verlorengehen würde. Darum wurde der Bau einer Sperranlage mit Toren beschlossen. Bei Sturm oder Springflut können diese Tore geschlossen werden. Das beeindruckende Bauwerk wird manchmal auch das achte Weltwunder genannt.

Vrouwenpolder

Oosterscheldekering

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Oosterscheldekering

Haringvliet-Damm

 

In Zeeland fällt der Haringvliet-Damm ein wenig aus dem Rahmen. Der Damm liegt zwischen Voorne-Putten und Goeree-Overflakkee. Auf dem Weg nach Zeeland überquert man häufig diesen Damm. Der Damm ist fünf Kilometer lang und verfügt über 17 Sperrwerkstore, sodass Wasser hindurch fließen kann. Überschüssiges Flusswasser aus Rhein und Maas muss nämlich durch das Haringvliet in die Nordsee fließen können. Für die Fische und sonstiges Leben im Meer wurden spezielle Tunnel in einige der Pfeiler eingearbeitet. So können sie in die Nordsee und zurück schwimmen, auch wenn die Schleusen geschlossen sind.

 

Stellendam, Hellevoetsluis

Haringvlietdamm

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Oester-Damm

Der Oester-Damm ist mit seiner Länge von 10,5 Kilometern der längste Damm der Deltawerke. Der Damm verbindet Tholen mit Zuid-Beveland. Wenn man über den Damm fährt, sieht man, dass er Natur und Schifffahrt trennt. Auf der einen Seite liegt das Naturschutzgebiet Oosterschelde. Auf der anderen Seite bewegt sich der Schiffsverkehr auf der Schelde-Rhein-Verbindung. Die Kreekrak-Schleusen ermöglichen einen flotten Durchgang der Schifffahrt.

Oesterdam

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Oesterdam

Zandkreek-Damm

Der Zandkreek-Damm war der erste fertiggestellte Damm der Deltawerke in Zeeland. Wenn die Brücke über der Schleuse geöffnet war, entstanden lange Warteschlangen. Darum wurde später ein Bypass, eine zusätzliche Brücke, an der Seite angelegt, an der das Veerse Meer liegt. Der Zandkreek-Damm schloss den Meeresarm Veerse Gat ab. Dadurch und durch den Bau des Veerse-Gat-Damms entstand der See Veerse Meer. Wegen der vollständigen Abtrennung dieses Sees entstand Sauerstoffmangel im Wasser. Algenwachstum und Geruchsbelästigungen waren die Folge. Deshalb wurden zwei Röhren von etwa achtzig Metern Länge in den Damm eingebaut. Dieser Durchfluss wird Katse Heule genannt. Die Algen und der Geruch verschwanden, und seitdem verfügt das Veerse Meer auch über eingeschränkte Gezeiten. 

Zandkreekdam

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Philips-Damm

Der sieben Kilometer lange Philips-Damm liegt zwischen dem Grevelingen-Damm und Sint Philipsland. Der Damm trennt Krammer und Volkerak von der Oosterschelde. Die Schleusen im Damm verfügen über ein kompliziertes internes System aus Rohren und Pumpen. Ein Schild aus Luftblasen unter Wasser sorgt dafür, dass kein Salzwasser aus der Oosterschelde in das Süßwasser im Volkerak fließt. Die Anschwemmung von Salzmarschen in der umliegenden Natur hat den positiven Effekt, dass die Vogelpopulation enorm gestiegen ist. 

Philipsdam

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Philipsdam en krammersluis

Grevelingen-Damm

 

Durch den Bau des Grevelingen-Damms entstand der See Grevelingenmeer. Er ist der größte Salzwassersee Westeuropas. Und ein beliebtes Ziel für Wassersportler. Auch Sporttaucher kommen gerne hierher. Der Damm ist sechs Kilometer lang und verbindet Schouwen-Duiveland mit Goeree-Overflakkee. Während des Dammbaus wurde zum ersten Mal eine Drahtseilbahn eingesetzt, mit der Betonblöcke ins Wasser gelassen wurden. Diese Technik wurde später unter anderem auch beim Brouwers-Damm genutzt.

 

 

Oude-Tonge, Bruinisse

Grevelingendamm

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Brouwers-Damm

Beim 6,5 Kilometer langen Brouwers-Damm liegt der See Grevelingenmeer auf der einen und die Nordsee auf der anderen Seite. Darum ist man hier als Wassersportler bei jedem Wetter richtig. Die Nordseeseite ist ein Paradies für Kitesurfer. Windsurfer dagegen surfen auch gerne auf dem Grevelingenmeer. Über den Damm verläuft die Straße, die Schouwen-Duiveland und Goeree-Overflakkee miteinander verbindet.

Ouddorp, Scharendijke

Brouwersdam

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Brouwersdam

Route

Kämpfen Sie gegen die Elemente auf der Deltaroute. Die 148 Kilometer lange Route führt über das Oosterschelde-Sperrwerk, den Grevelingen-Damm und den Oester-Damm.

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