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Die Mühlen in Zeeland

Fast jedes Dorf in Zeeland hat noch eine eigene Mühle. Früher waren sie für die Verarbeitung von Rohstoffen wie Getreide und Raps unverzichtbar. Heute sind sie in erster Linie Sehenswürdigkeiten. Die Flügel drehen sich nur noch an ausgewählten Tagen. Aber viele Mühlen verarbeiten noch Getreide zu Mehl, das man vor Ort, direkt beim Müller, kaufen kann.

Gezeitenmühlen

Die ersten Mühlen wurden von Mensch und Tier angetrieben, später ging man zu Wasser- und Windkraft über. Eine Gezeitenmühle konnte sich zweimal pro Tag drehen. Unter der Mühle lag ein Spülgraben, aus dem man bei Ebbe das Wasser über ein Wasserrad fließen ließ. So konnte man Getreide mahlen. An zwei Stellen in Zeeland findet man heute noch wasserbetriebene Mühlen: in Middelburg und in Goes.

Windmühlen

Die Windmühlen lösten allmählich die Gezeitenmühlen ab. Außer an windstillen Tagen war das Mahlen mit Windkraft häufiger möglich. Dadurch, dass man die Technik immer weiter verfeinerte, entstanden verschiedene Mühlentypen. In den zeeländischen Mühlen wurden unter anderem Mehl und Öl hergestellt, aber auch Bretter (Sägemühlen), Schokolade (durch das Mahlen von Kakaobohnen) und Schnupftabak (eine sogenannte Tabakmühle hackte und mahlte Tabak).

Zahl der Mühlen sinkt

Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Zeeland etwa 185 Mühlen, danach sank die Zahl. Der Aufschwung der Maschinen machte die Mühlen überflüssig und wirtschaftlich unrentabel. Heutzutage gibt es in ganz Zeeland noch etwa 70 Mühlen. Die meisten sind vor allem samstags und an speziellen Tagen wie dem Open Monumentendag (Tag des offenen Denkmals) zu besichtigen. Wenn sich aber an windigen Tagen die Flügel drehen, können Sie meistens einfach hineingehen.

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