Wanderwegenetz 'Hart van Zeeland'

Wanderungen auf Zuid-Beveland, im Herzen Zeelands

Das Wanderwegenetz Goes–Kapelle liegt dort, wo sich Land und Meer begegnen: im Herzen Zeelands. Dort finden sich alte und neue Polder, Ausblicke auf das Wasser von Ooster- und Westerschelde und eine zentrale Stadt, in der man schöne Spaziergänge unternehmen kann. Im Herzen Zeelands bietet sich Wanderern reichlich Abwechslung. Am einfachsten entdecken Sie die Gegend mit der Wanderkarte „Hart van Zeeland“.

Goes

Goes ist eine Handelsstadt mit reicher Vergangenheit. Nach ihrer Gründung entwickelte sie sich schnell zu einem bedeutenden Handelszentrum. Daran erinnern die stattlichen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude am Markt und die Speicher am Hafen. Auch das historische Rathaus und die Maria-Magdalenen-Kirche lohnen einen Besuch. Zudem ist ein Teil der historischen Stadtwälle erhalten geblieben, auch dort können Sie schön spazieren gehen.

Kapelle

Der kleine Ort Kapelle wird aufgrund der vielen hiesigen Obstplantagen auch als „Blüte Zeelands“ bezeichnet. Anfang Mai kann man hier herrlich zwischen den blühenden Obstbäumen wandern, zum Beispiel auf der „Fruitroute“ an den Obstplantagen von Kapelle entlang. In der Broschüre finden Sie Hintergrundinformationen zum Obstanbau.

Rund um das Dorf befanden sich im Mittelalter Burgen und Siedlungen, von denen noch Reste zu sehen sind. Anhand der Broschüre zum „Kastelenpad“ können Sie sie im ganzen Dorf entdecken.

Während des Zweiten Weltkriegs fanden in dieser Gegend heftige Kämpfe statt, in dem Versuch, die Niederlande zu befreien. Bei Kapelle, Hansweert und Wemeldinge kämpften die Franzosen gegen die Deutschen. Die „Franse Slagroute“ veranschaulicht den Kampf des 271. Régiment d’Infanterie am 14. und 16. Mai 1940.

Alte und neue Polder sowie Überreste der Schenge

Ein Großteil der zeeländischen Fläche bestand einst aus Wasser; Oud-Sabbinge und Wolphaartsdijk waren Inseln. Von dort ausgehend wurden Polder angelegt, die sich rund um die Dörfer auffächern. Dies sind ältere Polder, das kann man an ihrer geringen Ausdehnung erkennen. Die Deiche liegen in dieser Gegend dicht beieinander. Auch hier findet man noch viele Wasserflächen: Überbleibsel des Meeresarms „De Schenge“, der hier früher verlief. In Richtung Wilhelminadorp liegen neuere Polder. Sie sind großflächiger angelegt und bieten weite Ausblicke in die Ferne. Hintergründe zu diesem außergewöhnlichen Wandergebiet finden Sie auf der Karte des „Kiekendiefpad“.

Oosterschelde

Der Nationalpark Oosterschelde besitzt eine reiche Flora und Fauna. Anemonen, Oosterschelde-Hummer und Sepien sind Teil des einzigartigen Unterwasserlebens. Etwas einfacher zu entdecken sind für Wanderer die zahlreichen Wasser- und Zugvögel, die hier brüten, überwintern oder das ganze Jahr über hier leben. Oder auch die Seehunde und Schweinswale, die sich häufig an der Küste sehen lassen.

Westerschelde

Die Westerschelde ist eine der bedeutendsten Handelsrouten der Niederlande. Die Häfen von Vlissingen, Terneuzen und Antwerpen sind von ihr abhängig. Von Zuid-Beveland aus haben Sie schöne Ausblicke auf das Deichzwischenland, die Salzwiesen und Schlickflächen … und natürlich aufs Wasser.

Kloetinge

Kloetinge besitzt prächtige traditionelle Häuser und Bauernhöfe. Ein Tipp: Wandern Sie eine der drei Routen durch Kloetinge – zu finden in der Broschüre „Hohopad“.

Kaufen Sie Ihre Wanderroute direkt online

Sie müssen gar nicht weit laufen, um eine Wanderkarte zu kaufen. Die Routenkarte „Hart van Zeeland“ ist auch im Webshop zu bestellen.

Zugangsregeln

Ein Teil der Wanderwege verläuft über Privatgelände, Sie sind hier zu Gast. Für diese Gelände gelten die folgenden Regeln:

1. Sie sind nur zwischen Sonnenauf- und -untergang zugänglich.
2. Betreten auf eigene Gefahr!
3. Kein Zugang mit Hunden, Pferden, Fahrrädern, Mopeds oder Motorrädern, außer wenn anders angegeben.
4. Halten Sie ausreichend Abstand zum Vieh!
5. Der Weg ist am 1. Januar gesperrt.
6. Der Weg kann vorübergehend gesperrt sein.
7. Hinterlassen Sie keinen Müll!
8. Sollten Sie sich nicht an diese Regeln halten, wird die Zustimmung, das Gelände zu betreten, zurückgezogen (Art. 461 des Strafgesetzbuchs).

Zugang zu Privatgelände

Der Zugang zu Privatbesitz mit Hunden, Pferden, Fahrrädern, Mopeds oder Motorrädern ist also verboten. Hunde könnten Krankheiten auf Vieh übertragen und das Wild stören. Darum sind Teile der Routen für Hunde gesperrt. Dies ist auf der Routenkarte angegeben (roter Punkt mit Pfeil). Mithilfe der Karte können Sie jedoch eine alternative Strecke über eine befestigte Straße nehmen.

Eigene Sicherheit

Zu Ihrer eigenen Sicherheit: Halten Sie ausreichend Abstand zum Vieh und füttern Sie es auf keinen Fall. Vor allem Pferde können sonst sehr zudringlich werden. Der Weg kann – beispielsweise für Arbeiten oder die Jagd – vorübergehend gesperrt sein. Der Besitzer gibt dies jedoch auf den Routenschildern an, sodass Sie eine Alternativstrecke wählen können.

Wenn wir uns an die Regeln halten, können wir diese Gelände auch in Zukunft nutzen.